Unterhaltsam und kompetent umreißt der Publizist und Geisteswissenschaftler Jörg Auf dem Hövel Geschichte, Entwicklung und aktuelle Themen der Wissenschaft von der künstlichen Intelligenz. Sein Interesse gilt dabei auch kulturellen Aspekten wie etwa den Unterschieden im Weltbild europäischer, amerikanischer und asiatischer Forscher.
Eine Maschine, die denkt, fühlt, redet und sich selbst erkennt – für die einen ein Menschheitstraum, für die anderen eine Horrorvision. Noch streiten sich die Wissenschaftler, ob künstliche Intelligenz überhaupt jemals technisch realisierbar sein wird (und schon diese Frage birgt philosophischen Sprengstoff). Aber in den Labors wird daran gearbeitet. Die Ergebnisse fallen vor dem Hintergrund manch gewagter Vision noch bescheiden aus, doch dies tut der Faszination an dem Thema keinen Abbruch. Die Wissenschaft von der künstlichen Intelligenz berührt das soziale, kulturelle und religiöse Selbstverständnis des Menschen. Denn mit der Konstruktion denkender Maschinen will der Mensch nicht nur die Gesetze der Natur, sondern auch sich selbst erkennen. Was, zuende gedacht, vermessen klingt: Er wird sich sein Ebenbild schaffen – und im gleichen Zug die Einzigartigkeit seines Menschseins zerstören.
Jörg Auf dem Hövel, Jahrgang 1965, promovierter Geisteswissenschaftler, lebt und arbeitet als Autor in Hamburg. Für Publikums- wie Fachmagazine beschäftigt er sich vor allem mit Themen rund um den Computer, das Internet und die virtuelle Realität.
"Auf dem Hövel hat ein lehrreiches Buch mit vielen Anhaltspunkten zum Nachdenken geschrieben, das auch für den Technik-Laien verständlich ist," so die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 13. Mai 2003.
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