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Perspektivwechsel: Die Ukraine aus oppositioneller Sicht

Ein differenziertes Bild der ukrainischen Gesellschaft beschreibt Volodymyr Ishchenko, selbst Ukrainer und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, in einem Beitrag für die Berliner Zeitung. An der Berichterstattung westlicher Medien bemängelt er, dass die Ukrainer als homogene Gruppe dargestellt würden, „die politische Vielfalt einer Nation von 40 Millionen Menschen wird ignoriert.“ Aus der Sicht des Autors war der Euromaidan – die antirussische Revolte von 2014 – „keine gelungene Revolution. Er schuf keine nationale Einheit.“ Den von ihm zitierten Umfragen zufolge ist das Land völlig gespalten in der Frage eine möglichen NATO-Beitritts; auch wirft er der Regierung Unterdrückung der – russlandfreundlichen – Opposition und Menschenrechtsverletzungen vor. Eine Lösung sieht der Autor in einer Umsetzung der Minsker Abkommen, auch sei ein „radikaler Wandel des seit dem Euromaidan herrschenden Diskurses und die Arbeit an einer inklusiveren nationalen Identität“ notwendig.
Zum Teaser, Beitrag hinter der Bezahlschranke:
Befürworten alle Ukrainer einen Nato-Beitritt? Nein

Veröffentlicht in # 01-22 Politik

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